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Artikel: Geburtsvorbereitung: 10 Hebammen-Tipps für eine selbstbestimmte Geburt

Geburtsvorbereitung: 10 Hebammen-Tipps für eine selbstbestimmte Geburt
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Geburtsvorbereitung: 10 Hebammen-Tipps für eine selbstbestimmte Geburt

Ihr seid schwanger und die Geburt rückt näher und plötzlich fühlt sich alles gleichzeitig aufregend und überwältigend an? Genau hier setzt Vorbereitung an: nicht als Kontrolle über jede Wendung, sondern als Rahmen, in dem du dich sicherer fühlst, bessere Entscheidungen treffen kannst und mehr Vertrauen in dich und deinen Körper entwickelst.

Warum Vorbereitung so viel verändern kann

Viele Frauen gehen mit dem Gefühl in die Geburt: „Das wird schon irgendwie.“ Und ja: dein Körper kann Geburt. Gleichzeitig kann Wissen, mentale Stabilität und eine gute Organisation dir helfen, dich weniger ausgeliefert zu fühlen und deinen Weg selbstbestimmter zu gehen. Vorbereitung ist nicht „noch eine To-do-Liste“, sondern eine Entlastung.

Die 10 wichtigsten Tipps zur Geburtsvorbereitung

1) Wissen aneignen: Vorbereitung zählt

Vertrauen in deinen Körper ist die Basis – und Wissen gibt dir Handlungsfähigkeit. Ein Geburtsvorbereitungskurs kann helfen, den Ablauf zu verstehen, Optionen zur Schmerzlinderung kennenzulernen und Unsicherheiten zu reduzieren. Denn: Wenn du deine Möglichkeiten nicht kennst, kannst du sie in der Situation auch schwer einfordern.

2) Mentale Vorbereitung: Angst erkennen, Sicherheit stärken

Angst vor dem Unbekannten ist normal. Hilfreich ist, sie nicht wegzuschieben, sondern anzuschauen: Was genau macht dir Sorgen – Schmerz, Kontrollverlust, Kliniksetting, alte Erfahrungen? Tools wie Visualisierung, Meditation, Atemarbeit, Hypnose, Yoga oder Achtsamkeit können dich innerlich stabilisieren. Ein ruhigeres Nervensystem hilft dir, im Körper weicher zu bleiben.

3) Gut für dich sorgen: Körper & Grenzen ernst nehmen

Schwangerschaft ist körperlich und emotional intensiv. Bewegung (so wie es dir gut tut), nährstoffreiche Ernährung, ausreichend Ruhe und Stressreduktion sind keine „Wellness“-Extras, sondern echte Grundlagen. Hör auf deinen Körper – auch bei Arbeitsbelastung, Terminen und Erwartungen von außen.

4) Fokus auf das Gute: Grenzen setzen bei negativen Stories

Geburtserzählungen können empowern – oder verunsichern. Wenn du merkst, dass dich Inhalte stressen, grenzen dich bewusst ab. Dauerstress kann dich körperlich anspannen und dein Sicherheitsgefühl senken. Du darfst entscheiden, was du konsumierst und wem du Raum gibst.

5) Geburtswünsche statt starrem Plan: klar, aber flexibel

Eine Geburtswunschliste hilft, deine Prioritäten zu sortieren: Was ist dir wichtig? Was gibt dir Sicherheit? Was möchtest du vermeiden – und was wäre ein „Plan B“? Studien zeigen, dass Geburtspläne vor allem dann hilfreich sind, wenn sie Kommunikation unterstützen und realistisch-flexibel bleiben. Tipp: Dein Plan ist eine Leitlinie, kein Vertrag. In der Geburt zählt auch Anpassungsfähigkeit.

6) Partner*in einbinden: Team sein, bevor es losgeht

Sprecht über Erwartungen, Ängste und Aufgaben. Was brauchst du in Stressmomenten: Ruhe, Zuspruch, Erinnerung ans Atmen, Körperkontakt, „Bitte sprich für mich“? Wenn deine Partnerin weiß, was du willst, kann er/sie dich besser schützen und entlasten – gerade dann, wenn du selbst nicht mehr diskutieren möchtest.

7) Unterstützung organisieren: emotional & praktisch

Überleg früh: Wer bringt euch Energie – und wer zieht sie eher? Wer kann kochen, einkaufen, Wäsche falten, Geschwister betreuen? Unterstützung kann auch heißen: jemand, der einfach da ist, ohne zu bewerten. Und ja: Hilfe zu brauchen ist normal.

8) Praktisches klären: das gibt echte Ruhe

Das sind die Dinge, die du tatsächlich steuern kannst:

  • Nummer vom Kreißsaal speichern

  • Route/Ankunft klären (Eingang, Parken, Uhrzeiten)

  • Kreißsaalbesichtigung, wenn möglich

  • Kliniktasche rechtzeitig packen (2–4 Wochen vor ET)

  • Babyschale montieren

  • Plan A/B für Geschwisterbetreuung

  • Mit Partner*innen Wünsche durchsprechen & gute Geburtsvorbereitung besuchen

9) Atmosphäre im Kreißsaal: Sicherheit schafft Weichheit

Überleg dir: Was hilft dir, dich zu entspannen? Gedimmtes Licht, Ruhe, Musik, bestimmte Worte, Wärme, Lieblingskissen, eigene Decke, Socken, ein vertrauter Duft (wenn erlaubt). Viele Leitlinien betonen, wie wichtig eine unterstützende, respektvolle Umgebung und individuelle Betreuung für eine positive Geburtserfahrung sind. Merksatz: Wenn du dich sicherer fühlst, kann dein Körper besser arbeiten.

10) Wochenbett vorbereiten: der Teil, den viele unterschätzen

Blutungen, Nachwehen, Stillstart, Wundheilung, Besuchsdynamiken – das Wochenbett ist nicht „nach der Geburt“, es ist Teil des ganzen Prozesses. Klärt vorab: Wer kommt wann? Was ist euch zu viel? Wer bringt Essen? Wer übernimmt Haushalt? Du musst nach der Geburt nicht „funktionieren“. Du darfst heilen.

Du kannst nicht alles planen und genau deshalb lohnt sich Vorbereitung: Sie schafft dir einen Rahmen, in dem du dich sicherer, informierter und weniger allein fühlst. Bleib bei dir, hör auf deinen Körper und erinnere dich: Selbstbestimmung heißt nicht „alles kontrollieren“, sondern „gut begleitet entscheiden“.

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