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Artikel: 10 Tipps, wie du Eltern nach der Geburt wirklich unterstützen kannst

10 Tipps, wie du Eltern nach der Geburt wirklich unterstützen kannst

10 Tipps, wie du Eltern nach der Geburt wirklich unterstützen kannst

Du willst frischgebackenen Eltern nach der Geburt wirklich helfen, aber nicht mit dem zehnten Strampler, sondern mit etwas, das ihren Alltag spürbar leichter macht? Im Wochenbett zählen Wärme, Entlastung und Versorgung. Hier findest du 10 konkrete, alltagstaugliche Tipps, wie du eine Neu-Mama und ihre Familie sinnvoll unterstützt, egal ob du in der Nähe bist oder aus der Ferne helfen möchtest.

Warum Wochenbett Support so wichtig ist

Die ersten Wochen nach der Geburt sind körperlich und emotional intensiv. Schlafmangel, Heilung, Stillen, Hormone, Mental Load und die neue Verantwortung laufen parallel. Jede Form von Unterstützung, die Zeit, Energie und Entscheidungsdruck reduziert, ist Gold wert.

1. Sorge für nahrhaftes Essen

Essen ist die schnellste Form von Entlastung, weil es täglich gebraucht wird und Energie zurückgibt. So hilfst du konkret:

  • Koche eine warme, nährende Mahlzeit und bringe sie in einer wiederverwendbaren Box vorbei.

  • Frage nach Unverträglichkeiten, Vorlieben und ob vegetarisch gewünscht ist.

  • Denk an Frühstück und Snacks, nicht nur Abendessen.

Meal Train organisieren

Ein Meal Train ist eine einfache Struktur, bei der Freundinnen, Nachbarn und Familie abwechselnd Essen vorbeibringen. So ist die Familie zuverlässig versorgt, ohne jeden Tag neu fragen zu müssen.

2. Betreue Geschwisterkinder

Ein Neugeborenes braucht rund um die Uhr Nähe. Mit Geschwisterkind wird es oft richtig herausfordernd. Was hilft besonders:

  • Geh mit dem großen Kind auf den Spielplatz

  • Hol es aus der Kita ab

  • Lies vor, bastelt oder macht einen kleinen Ausflug

Das entlastet die Mama und nimmt Schuldgefühle raus, weil das ältere Kind liebevolle Aufmerksamkeit bekommt.

3. Mach echte Komplimente

Viele Mamas verlieren im Wochenbett kurzzeitig Selbstvertrauen und Identitätsgefühl. Bestärkung wirkt hier wie ein Anker. Sag Dinge wie:

  • Du machst das großartig

  • Ich sehe, wie viel du leistest

  • Du bist genau die Mama, die dein Baby braucht

Das klingt simpel, kann aber enorm tragen.

4. Sei Begleitung statt nur Helfer

Einkäufe erledigen ist super, aber manchmal will sie selbst kurz raus, nur eben nicht alleine. Biete Begleitung an:

  • zum Supermarkt

  • zu Terminen

  • für einen kurzen Spaziergang

Mit Begleitung fühlt sich vieles weniger überfordernd an.

5. Denk langfristig: Postpartum ist nicht nach 6 Wochen vorbei

Am Anfang ist die Aufmerksamkeit oft groß. Danach wird es stiller, obwohl es für viele Familien dann erst richtig zäh wird.

Eine starke Geste: Bring nach 8 bis 16 Wochen nochmal Essen vorbei, frag aktiv nach oder schenke einen kleinen Moment Entlastung. Genau dann bleibt das im Herzen.

6. Verschenke Support durch eine Mütterpflegerin

Eine Mütterpflegerin kann im Wochenbett kochen, leichte Hausarbeit übernehmen, zuhören, massieren und ganz praktisch entlasten. Zertifizierte Mütterpflegerinnen findest du zum Beispiel über MDEV Mütterpflege Deutschland.

7. Unterstütze nachts, wenn ihr euch sehr nah seid

Nächte sind oft der härteste Teil, weil alles größer wirkt und Müdigkeit die Gefühle verstärkt. So kannst du helfen:

  • einfach da sein

  • Wickeln übernehmen

  • Baby schuckeln, wenn es nach dem Stillen nicht zurück in den Schlaf findet

Das ist nur etwas für enge Bezugspersonen, kann aber unfassbar entlasten.

8. Bring Basics und kleine Wünsche vorbei

Oft fehlen Kleinigkeiten, für die sich der Aufwand mit Baby nicht lohnt.

Beispiele:

  • Obst, Joghurt, Nüsse, Brot

  • Stilleinlagen, Wochenbetteinlagen, Feuchttücher

  • ihre Lieblingssnacks oder spontane Gelüste

Schreib kurz vorher, was du mitbringen sollst, und stell es einfach vor die Tür, wenn Besuch zu viel wäre.

9. Sei da und hör zu

Wochenbett kann isolierend sein. Viele Mamas brauchen nicht Lösungen, sondern einen sicheren Raum. Hilfreich ist:

  • empathisch zuhören

  • nicht bewerten

  • nicht sofort Ratschläge geben

Manchmal ist ein kurzes Telefonat mehr wert als jedes Geschenk.

10. Schenk Zeit, nicht Zeug

Zeit ist das knappste Gut im Wochenbett. Zeit schenken kann heißen:

  • Baby kurz übernehmen, damit Mama duschen oder schlafen kann

  • den Eltern eine Stunde zu zweit ermöglichen

  • ein kleines Frühstücks Date möglich machen, indem du kurz aufpasst

Das stärkt nicht nur die Mama, sondern oft auch die Paarbeziehung.

Wenn du Eltern nach der Geburt unterstützen willst, frag nicht nur: Kann ich helfen?
Mach ein konkretes Angebot, das Energie spart: Essen, Zeit, Struktur, Ruhe, Zuhören. Mit dem einfachen Gefühl, dass sich jemand um dich kümmert, an dich denkt und dich wirklich entlastet, wirst du für die Mama im Wochenbett einen echten Unterschied machen.

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