Was wirklich hilft: Narbenpflege ohne falsche Versprechen
Viele Produkte versprechen, Narben „weg“ zu machen. Realistisch ist: Die Narbe bleibt, aber sie kann weicher, flacher, beweglicher und optisch ruhiger werden. Was in Studien besonders gut abschneidet:
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Silikongel oder Silikonpads zur Narbenpflege, um die Narbe geschmeidiger zu machen und das Narbenbild zu verbessern.
Was in der Praxis oft den größten Unterschied macht:
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Narbenmassage (richtig dosiert und zum richtigen Zeitpunkt). Sie fördert Durchblutung, löst Verklebungen, unterstützt die Sensibilität und hilft deinem Körper, die Narbe wieder „als Teil von dir“ zu integrieren.
Und wichtig: Ein Kaiserschnitt kann emotional nachhallen, egal ob geplant oder ungeplant. Gib dir Zeit. Du musst nichts „schönreden“. Du darfst dich erholen, Hilfe einfordern und deinen eigenen Weg finden.
Die ersten Tage nach der Bauchgeburt: Was jetzt zählt
Nach der OP liegt ein steriles Pflaster auf der Naht. Sobald die Wundränder gut geschlossen sind, wird das Pflaster meist entfernt und die Narbe darf an die Luft, weil das die Heilung unterstützt. Viele Frauen finden das erstmal ungewohnt, aber frische Luft ist wirklich hilfreich. Wenn du dich damit wohler fühlst: Lege eine saubere, atmungsaktive Einlage quer in die Netzhose, um die Stelle vor Reibung zu schützen.
Kaiserschnittnarbe heilen lassen: praktische Tipps für die ersten Wochen
1) Kühlen nur ganz am Anfang
Kälte kann Schwellung und Schmerzen lindern, aber sie verlangsamt auch Wundheilung. Deshalb: nur in den ersten 1–2 Tagen, dann lieber Wärme, Ruhe und sanfte Bewegung.
2) Luft an die Narbe
So oft es geht: luftig und trocken halten. Das unterstützt die Wundheilung.
3) Früh mobilisieren, aber nicht übertreiben
Aufstehen fühlt sich oft nach „Höllentrip“ an und trotzdem hilft es: Kreislauf, Darm, Thromboseprophylaxe, Heilung. Geh in Mini-Schritten, am Anfang gern mit Unterstützung. Gleichzeitig gilt: In den ersten Wochen nicht „zu viel“ stehen und machen.
4) Schmerzmittel sind erlaubt
Du musst Schmerzen nicht aushalten. Gut eingestellte Schmerzen helfen dir auch beim Stillstart, beim Atmen, beim Schlafen und bei deiner Gesamtregeneration.
5) Sanft berühren, wenn die Wunde geschlossen ist
Sobald Fäden gezogen sind bzw. alles gut verheilt ist und der Schorf weg ist: sanft Kontakt aufnehmen. Das kann der erste Schritt sein, um Taubheit zu verringern und die Stelle wieder als „deinen Bauch“ zu fühlen.
6) Massieren, aber erst zur richtigen Zeit
Zuerst oberflächlich und sanft und nach 8–12 Wochen kann die Massage meist intensiver und tiefer werden, wenn alles gut verheilt ist.
7) Silikonpflege für das Narbenbild
Silikongel oder Silikonpads können helfen, die Narbe weicher und optisch ruhiger zu machen.
8) Osteopathie und gezielte Narbenbehandlung
Viele Frauen erleben das als echten Gamechanger, gerade bei Ziehen, Taubheit, Spannungsgefühl oder „Verklebungsgefühl“ im Bauch.
9) Stütze, wenn es sich gut anfühlt
Ein Recovery Slip oder ein Bauchgurt kann in den ersten Wochen angenehm sein: weniger Zug, mehr Stabilität, weicher Bauch fühlt sich „gehalten“ an.
Anleitung: Narbenmassage
Lass dir die Narbenmassage idealerweise von deiner Hebamme zeigen, damit Timing und Druck passen. Jede noch so kleine Massage hilft aber dabei, deine Narbe weicher zu machen und dein Narbenbild langfristig zu verbessern. Als Massageöl könnt ihr zum Beispiel das Skin & Scar Oil von Bare Mum nutzen oder das Narbenöl der Bahnhof-Apotheke. So kannst du starten:
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Zeitpunkt: erst, wenn die Haut gut geschlossen ist, keine Krusten mehr da sind und medizinisch alles unauffällig ist.
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Druck: am Anfang wirklich minimal. Mehr Streicheln als Kneten.
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Dauer: lieber kurz und regelmäßig als selten und zu intensiv.
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Richtung: sanft um die Narbe herum beginnen, dann entlang der Narbe, später kleine kreisende Bewegungen.
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Öl: ein schlichtes Öl ohne ätherische Zusätze. Viele mögen Mandelöl. Auch Narbenöle oder Skin & Scar Oils funktionieren gut, solange sie mild sind.
Wenn sich etwas stechend, brennend oder „nicht richtig“ anfühlt: stoppen und abklären lassen.







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