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Artikel: Grundnahrungsmittel Knochenbrühe – das flüssige Gold

Grundnahrungsmittel Knochenbrühe – das flüssige Gold
Ernährung

Grundnahrungsmittel Knochenbrühe – das flüssige Gold

Im Wochenbett beginnt für deinen Körper eine der intensivsten Regenerationsphasen deines Lebens. Blutvolumen normalisiert sich, Gewebe heilt, Hormone ordnen sich neu und parallel entsteht Muttermilch. Genau hier entfalten Fleisch- und Knochenbrühen ihre besondere Kraft: als warmes, leicht verdauliches Konzentrat aus Mineralien, Aminosäuren und Kollagen. Ein traditionelles Heilnahrungsmittel, das in modernen Küchen wiederentdeckt wird -  und das aus gutem Grund.

Warum Wärme im Wochenbett so zentral ist

Nach der Geburt verliert der Körper überschüssiges Blut, die Körpertemperatur sinkt oft spürbar. Viele Frauen frieren, fühlen sich innerlich „leer“ oder geschwächt. Traditionelle Medizinsysteme – vom Ayurveda bis zur Traditionellen Chinesischen Medizin – reagieren darauf mit einem klaren Prinzip: Wärme aufbauen, Verdauung entlasten, Nährstoffe konzentriert zuführen. Heiße Brühen erfüllen all das zugleich. Sie sind sanft, nährend und regulierend - ideal für ein sensibles Nervensystem und einen Darm, der nach Schwangerschaft und Geburt Unterstützung braucht.

Was Knochenbrühe so besonders macht

Knochenbrühe entsteht durch langes, schonendes Köcheln von Knochen, Knorpel, Gelenken und oft etwas Fleisch. Dabei lösen sich Nährstoffe, die in dieser Form kaum ein anderes Lebensmittel liefert:

1. Kollagen & Gelatine – Bausteine für Heilung

Kollagen ist das Strukturprotein von Haut, Bindegewebe, Gelenken und Darmwand. Im Wochenbett, wenn Gewebe heilt und sich zurückbildet, ist der Bedarf erhöht. Gelatine (die gekochte Form von Kollagen) wirkt zusätzlich beruhigend auf den Verdauungstrakt und kann die Darmbarriere stabilisieren.

2. Aminosäuren mit Tiefenwirkung

  • Glycin: wirkt nervenberuhigend, fördert Schlafqualität und kann den Cortisolspiegel senken.

  • Prolin & Hydroxyprolin: wichtig für Bindegewebe, Wundheilung und Gelenkstabilität.

  • Glutamin: zentrale Energiequelle für die Darmschleimhaut und das Immunsystem.

3. Mineralien in hoch bioverfügbarer Form

Durch das lange Kochen gehen Calcium, Magnesium, Kalium, Phosphor, Zink, Eisen und Selen in die Brühe über – eingebettet in eine Matrix, die der Körper besonders gut aufnehmen kann. Das unterstützt:

  • die Regeneration nach Blutverlust,

  • die Milchbildung,

  • das Immunsystem in einer vulnerablen Phase.

Knochenbrühe & Stillzeit

Muttermilch besteht zu etwa 50–60 % aus Fett und ist reich an Cholesterin - essenziell für Gehirn- und Nervenentwicklung des Babys. Eine nährstoffreiche Ernährung der Mutter beeinflusst die Milchzusammensetzung direkt. In vielen Kulturen gelten Fleisch- und Knochenbrühen als Galaktagoga - natürliche Unterstützer der Milchbildung. Sie liefern Energie, Proteine und Mineralien ohne den Verdauungstrakt zu belasten. Gerade wenn der Appetit fehlt oder feste Mahlzeiten schwerfallen, können nahrhafte Brühen ein Anker sein.

Fleischbrühe oder Knochenbrühe – was ist der Unterschied?

Beide Brühen liefern eine außergewöhnlich dichte Versorgung mit essenziellen Nährstoffen - jede mit ihrem eigenen Schwerpunkt. Fleischbrühe unterstützt vor allem die Heilung und Stabilisierung des Darms, während Knochenbrühe eine konzentrierte Quelle von Kollagen, Mineralien und bioverfügbaren Aminosäuren darstellt, die tiefgreifend regenerierend wirken.

Knochenbrühe versorgt den Körper mit wichtigen Mineralstoffen, die für Immunsystem, Gewebereparatur, Knochenstabilität und hormonelle Prozesse essenziell sind. Gleichzeitig liefert sie hochwertige Proteine wie Kollagen, Glutamin, Prolin, Glycin und Gelatine, die leicht aufgenommen werden und gezielt zur Beruhigung, Regeneration und Reparatur der Darmschleimhaut beitragen.

Durch diese einzigartige Kombination unterstützt Knochenbrühe nicht nur die Verdauung, sondern stärkt auch Immunsystem, Knochen, Zähne und Gelenke, wirkt entzündungsregulierend, fördert einen ausgeglichenen Stoffwechsel und kann Stressbelastung sowie Schlafqualität positiv beeinflussen. Ob zur Unterstützung der Darmgesundheit, zur Förderung von Hautelastizität, zur Stärkung der Fruchtbarkeit oder als nährende Basis in sensiblen Lebensphasen - Fleisch- und Knochenbrühen bilden eine tragende Grundlage für ganzheitliche Gesundheit in jeder Lebensphase.

Fleischbrühe

  • Zutaten: fleischige Knochen (z. B. Fleischknochen, Hähnchenkeulen, Beinscheiben)

  • Kochzeit: 2–4 Stunden

  • Eigenschaften: sehr leicht verdaulich, histaminärmer

  • Wirkung: ideal zur Darmheilung in frühen Phasen

Knochenbrühe

  • Zutaten: reine Knochen, Gelenke, Markknochen

  • Kochzeit: 8–48 Stunden

  • Eigenschaften: mineral- und kollagenreich, intensiver

  • Wirkung: Aufbau & Versorgung bei stabilem Darm

Warum tierische Fette dazugehören

Nicht das Fleisch an sich ist problematisch, sondern seine industrielle Verarbeitung. Hochwertiges Fleisch aus artgerechter Haltung liefert:

  • Vitamin B12, Eisen, Zink – essenziell für Blutbildung und Nervensystem

  • Arachidonsäure & Omega-3-Fettsäuren – wichtig für Gehirn, Darm und Entzündungsregulation

  • CLA (konjugierte Linolsäure) – unterstützt das Immunsystem

In Brühen werden diese Fette sanft verfügbar gemacht – besonders bekömmlich im Wochenbett. Knochenbrühe ist mehr als ein Trend - sie ist gelebte Fürsorge. Warm, nährend, tief regenerierend. Im Wochenbett schenkt sie deinem Körper genau das, was er jetzt braucht: Substanz statt Schnelligkeit, Tiefe statt Leere. Aus meinem Alltag als Mütterpflegerin (und auch aus unserem Familienalltag) sind Fleisch- und Knochenbrühen nicht mehr wegzudenken. Ich beziehe die Knochen entweder von meinem Metzger des Vertrauens und direkt von einer Hochlandrinderfarm in unserer Nähe. In regelmäßigen Abständen koche ich einige Liter Knochenbrühe und friere dieses Konzentrat ein (am liebsten in diesen Formen).

Praktische Anwendung im Alltag

  • Pur trinken: als warmes Getränk zwischen Mahlzeiten

  • Als Basis: für Suppen, Eintöpfe, Saucen oder heißer Schokolade

  • Zum Kochen von Getreide: macht Reis & Co. leichter verdaulich

  • Vorrat: 4–5 Tage im Kühlschrank haltbar, portionsweise einfrierbar

Das ist mein liebstes Brühen-Rezept zum Nachkochen:

Klassische Knochenbrühe

Wenn ein Neugeborenes deine ganze Aufmerksamkeit und Fürsorge in Anspruch nimmt, ist es wichtiger denn je, Erkältungen vorzubeugen und für das Immunsystem zu sorgen. Diese Brühe spendet Kraft, ist leicht verdaulich und die perfekte Zugabe zu jeder Soße. Das Rezept ist eine Inspiration aus dem Buch "Nourished".

  • 2 kg Markknochen
  • 1 saubere Zwiebel mit Schale, 2 Karotten, 2 Selleriestangen
  • 2 EL Apfelessig
  • Wasser, genug um die Zutaten zu bedecken
  • 8 Wacholderbeeren
  • 3 Lorbeerblätter
  • 1 EL Fenchelsaamen
  • 2 TL Salz

Anleitung: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Knochen auf ein Backblech legen und 30 Minuten im Ofen rösten. Die Knochen in einen großen Topf geben und das Gemüse sowie den Apfelessig, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter und Fenchelsamen hinzufügen. Den Topf mit Wasser füllen, bis alle Zutaten bedeckt sind. Das Wasser bei hoher Hitze zum Kochen bringen, dann die Hitze auf niedrig stellen und mindestens 8-12, besser bis zu 24 Stunden, abgedeckt mit einem Deckel köcheln lassen. Aufsteigenden Schaum oder Feinpartikel abschöpfen. Nach der Kochzeit die Knochen entfernen und die Brühe durch ein feines Sieb abgießen. Nach Geschmack salzen. Die Brühe leicht abkühlen lassen und anschließend in Behältern im Kühl- oder Gefrierschrank aufbewahren.

Hühnerbrühe mit roten Datteln und Ingwer

Vielleicht fragst du dich, was Trockenobst in einer Hühnersuppe zu suchen hat. Doch diese Mischung ist perfekt: Chinesische Rote Datteln (die auch unter dem Namen Jujube bekannt sind) und Goji-Beere sind eine altbewährte Kombi, um die Durchblutung anzuregen und die innere Wärme zu steigern. Wir empfehlen ausdrücklich sich die Mühe zu machen, Rote Datteln aufzutreiben: Sie wirken besonders in der Zeit nach der Geburt erstaunlich positiv auf die Gesundheit. Medjoul-Datteln sind zur Not in Ordnung, allerdings verfügen sie nicht über dieselbe heilsame Wirkung. Dieses Rezept ist ein absoluter Klassiker aus dem Buch "Die ersten vierzig Tage".

  • 1-1,2 kg ganzes Huhn oder Hühnchenteile
  • 1 Zwiebel, geschält
  • 1 Stück Ingwer (ca. 5 cm), ungeschält, halbiert
  • 3 mittelgroße Karotten, geschält, in dünne Scheiben geschnitten 
  • 5 Rote Datteln, getrocknet
  • 3 EL Goji-Beeren, getrocknet
  • 2 EL Meersalz 

Anleitung: Huhn unter kaltem Wasser abspülen, in einen Suppentopf legen und den Topf mit so viel Wasser auffüllen, bis das Fleisch knapp mit Wasser bedeckt ist. Bei mittlerer bis starker Hitze ohne Deckel aufkochen. Sobald das Wasser kocht, Zwiebel und Ingwer hinzufügen. Herunterschalten und bei mittlerer Hitze 40 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Ab und zu Schaum abschöpfen. Vom Herd nehmen, Huhn mithilfe einer Zange aus dem Topf holen und zum Abkühlen beiseitestellen. Wenn es so weit abgekühlt ist, dass du es gut anfassen kannst, das Fleisch von den Knochen lösen und kleinschneiden. Karkasse und Knochen wieder in den Topf legen. 1-2 Tassen kleingeschnittenes Fleisch mit den Karotten und den Roten Datteln hinzufügen (den Rest kannst du anderweitig verwenden) und bei niedriger Hitze köcheln lassen. Nach 45 Minuten die Goji-Beeren hinzufügen und weitere 15 Minuten köcheln lassen. Mit etwas Salz abschmecken. Diese Suppe kannst du über den ganzen Tag verteilt trinken. Sie hält sich bis zu 5 Tage im Kühlschrank und kann auch für bis zu 3 Monate, am besten portionsweise eingefroren werden. 

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