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Artikel: Checkliste für deine Kliniktasche: was du wirklich brauchst

Checkliste für deine Kliniktasche: was du wirklich brauchst
Geburt

Checkliste für deine Kliniktasche: was du wirklich brauchst

Eine Kliniktasche ist mehr als eine Tasche. Sie ist dieses kleine Gefühl von „Ich bin bereit“, wenn die letzten Wochen langsam schwer werden. Und gleichzeitig ist das Thema oft unnötig kompliziert, weil es tausend Listen da draußen gibt, denn Geburt ist wahnsinnig individuell.

Was du wirklich brauchst, hängt von zwei Dingen ab: Wie deine Klinik ausgestattet ist und was du persönlich als stärkend empfindest. Wenn du kannst, geh zur Kreißsaalbesichtigung oder frag kurz nach, was vor Ort vorhanden ist. Dann packst du nicht zu viel und trotzdem alles, was dir Sicherheit gibt.

Wir empfehlen, die Kliniktasche etwa ab der 35. Schwangerschaftswoche fertig zu haben, bei Mehrlingen eher ab der 32. Woche. Alltagsdinge wie Zahnbürste oder Ladekabel kannst du später kurz vor Abfahrt ergänzen.

Noch wichtiger als alle Gegenstände sind die Dinge, die dich innerlich tragen. Vertrauen, Vorbereitung, ein gutes Team, ein paar Tools, die dir wirklich helfen.

Was du sehr wahrscheinlich zu Hause lassen kannst

Viele Kliniken haben einiges da. Nicht immer in Bio Qualität, aber funktional.

Einlagen, Netzhöschen und Einweg Stilleinlagen bekommst du in der Regel auf Station. Schicke Kleidung, die nicht schmutzig werden darf, brauchst du nicht. Du willst weich, bequem, waschbar.

Fürs Baby brauchst du im Kreißsaal meist keine große Ausstattung. Kindersitz erst zur Abholung. Trage, Gadgets und zu viele Kuscheltiere: eher später.

Kerzen sind im Krankenhaus nicht erlaubt. Und Dinge zum Zeitvertreib werden oft gar nicht ausgepackt. Wenn du etwas mitnehmen willst, dann lieber Kopfhörer und eine ruhige Lektüre fürs Wochenbett. Für Atmosphäre sind ein kleines Nachtlicht oder eine Lichterkette deutlich praktischer.

Das Allerwichtigste: deine Dokumente

Du brauchst:
Mutterpass
Versichertenkarte
gültige Ausweise der Eltern
gegebenenfalls Geburtsurkunden und Unterlagen fürs Standesamt, je nach Familienstand und Klinikablauf

Optional, falls vorhanden oder nötig:
Einweisungsschein
Allergiepass
Vaterschaftsanerkennung, wenn bereits erledigt
Familienstammbuch oder Heiratsurkunde, falls die Klinik die Anmeldung übernimmt

Tipp aus Erfahrung: Lege alles in eine kleine Dokumentenmappe ganz oben in die Tasche. Und mach dir ein Handyfoto davon. Das nimmt in der Situation Stress raus.

Alles andere bekommst du im Zweifel im Krankenhaus. Dass du dich wohlfühlst ist wichtig und nicht zu unterschätzen für eine entspannte Geburt und einen smoothen Start mit Baby. Deshalb gibt es ein paar Dinge, auf die wir hätten nicht verzichten wollen (oder die wir beim zweiten, dritten, vierten Mal eingepackt und für gut befunden haben. Falls dir die Checkliste etwas lang erscheint, passe sie einfach deinen Bedürfnissen an.

Bitte packe deine Tasche ganz nach Bedarf und individuellen Vorlieben. Folgende Punkte sollen dich lediglich inspirieren. 

Kreißsaal: was dich während der Geburt unterstützt

Im Kreißsaal geht es nicht darum, „perfekt ausgestattet“ zu sein. Es geht darum, dass du dich möglichst sicher und gut bei dir fühlen kannst. Packe so, als würdest du dir einen kleinen, vertrauten Raum mitnehmen. Nicht voll, nur stimmig.

Kleidung und Wärme

Bequeme Kleidung, in der du dich bewegen kannst und die auch mal schmutzig werden darf. Viele fühlen sich wohl in einem Yogaset, einem lockeren Hemd, einer Robe oder einer Jogginghose. Dazu abwaschbare Badeschlappen oder Hausschuhe und warme Socken. Warme Füße sind nicht nur Komfort, sie helfen vielen Frauen wirklich, besser loszulassen.

Kleine Pflege und Erfrischung

Lippenpflege ist während der Geburt und auf Station Gold wert. Haargummis oder Spangen, gern mit Ersatz. Ein Erfrischungsspray oder feuchte Tücher können in intensiven Phasen unglaublich gut tun.

Trinken und Energie

Geburt ist körperliche Arbeit. Wasser und kleine Snacks sind oft entscheidend. Wenn du magst, pack dir Elektrolyte oder Smoothies ein. Eine Sporttrinkflasche oder ein Strohhalm kann praktisch sein, weil Trinken dann leichter geht.

Tools zur natürlichen Schmerzlinderung

Wenn du damit arbeiten möchtest: Geburts TENS, Reflexzonenkamm oder Akupressurkugel. Es sind kleine Tools, die vielen Frauen helfen, einen Fokus zu finden.

Für deine Begleitperson

Ein Set Wechselkleidung, Snacks, eine Flasche Wasser, Ladekabel. Auch sie soll sich wohlfühlen.

Fürs Drumherum nur, wenn es zu dir passt

Ladekabel fürs Handy und die Kamera, Kopfhörer, Playlists, Hypnosen etc im Download, Diffuser, Aromaöle (-Roll-On) oder Raumspray, wenn du gerne mit Düften arbeitest, elektrische Teelichter, Lichterkette, Nachtlicht, Lautsprecher, Wärmflasche oder Wärmekissen, Für Kontaktlinsen: Aufbewahrungsbox etc.

Wochenbettstation: gemütlich und praktisch

Wie lange du in der Klinik bleibst, ist sehr unterschiedlich. Manche gehen ambulant, manche bleiben ungeplant länger. Stell dich beim Packen darauf ein, dass du ein paar Tage auf Station bist, auch wenn du anderes planst.

Ein Tipp, der vielen hilft: Packe eine zweite kleine „Reserve Tasche“, die zu Hause steht. Falls ihr länger bleibt, kann sie dir einfach gebracht werden. Das nimmt Druck raus.

Für dich als Mama

Du brauchst vor allem Kleidung, die bequem ist, stillfreundlich und leicht zu wechseln. Ein leichter Bademantel oder Morgenmantel ist auf Station unglaublich praktisch. Dazu weite Shirts oder Hemden zum Knöpfen, warme Socken, bequeme Hosen und Baumwollunterhosen mit höherem Bund, gerade nach Bauchgeburt.

Viele Mamas mögen ein Still Bustier, das ein bis zwei Größen mitwächst. Einen „richtigen“ Still BH kannst du dir später holen, wenn sich die Brustgröße nach dem Milcheinschuss etwas eingependelt hat.

Kulturbeutel, Zahnbürste, Lippenpflege, Haargummis, ein Erfrischungsspray, das reicht oft. Und ja: frische Kleidung kann sich nach der Geburt anfühlen wie ein kleiner Neustart.

Wenn du magst, ergänze Wochenbett Tools wie Intimdusche und weiches Toilettenpapier. Viele empfinden das für die ersten Toilettengänge als sehr angenehm. Auch ein Recoveryspray, ein mildes Sitzbad oder Beinwellsalbe sind Dinge, die manche Frauen sehr schätzen, besonders wenn es Schürfungen oder sensible Stellen gibt.

Für die Brust, falls du stillst: waschbare Stilleinlagen, Brustwarzensalbe, Silberhütchen, kühlende Kompressen. Das ist kein Muss, aber kann wirklich entlasten und präventiv wirken, wenn du zu empfindlichen Brustwarzen neigst.

Drumherum auf Station

Ladekabel, Kopfhörer, Trinkflasche, ein kleines Nachtlicht, Wochenbettlektüre. Wenn du ein eigenes Kissen oder eine dünne Decke magst, kann das den Klinikcharakter für dich weicher machen.

Viele Kliniken haben Babykleidung, aber eigene Sachen sind oft weicher und hochwertiger. Gerade bei den ersten Größen lohnt sich gutes Material, weil es dem Baby hilft, die Temperatur zu halten.

Für dein Baby

Viele Kliniken haben Babykleidung, aber eigene Sachen sind oft weicher und hochwertiger. Gerade bei den ersten Größen lohnt sich gutes Material, weil es dem Baby hilft, die Temperatur zu halten. Für die ersten Tage reicht meist eine kleine, stimmige Auswahl:

  • ein Wickelbody in Größe 50
  • Schlüttli oder Strickjacke
  • Bundhose oder Leggings
  • Mützchen
  • warme Socken
  • Outfit für die Heimreise
  • Pucktuch oder leichte Decke

Optional: Mandelöl, eine Wundschutzcreme, wenn ihr eine bestimmte mögt.

Was oft wirklich überflüssig ist

Zu viele Beschäftigungs Dinge, zu viel Make up, „schöne“ Kleidung, die schwer waschbar ist. Milchpumpen in der Kliniktasche sind in der Regel nicht nötig. Kerzen und offenes Feuer sowieso nicht. Und alles, was nur für den Fall der Fälle mitkommt, euch aber gedanklich belastet, darf häufig draußen bleiben.

Packe deine Tasche so, dass du dich getragen fühlst. Nicht so, dass du das Gefühl hast, du müsstest für alles gerüstet sein. Du brauchst nicht viel. Du brauchst das Richtige für dich. Wenn du magst: Lade dir die Übersicht als Checkliste herunter und hake sie in Ruhe ab. So bleibt dein Kopf frei für das, was jetzt zählt. Wir wünschen dir viel Spaß beim packen deiner Kliniktasche und viel Kraft für den Endspurt! 

Lade dir jetzt diese Übersicht HIER als praktische Checkliste herunter.

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